Ansätze bei Zwangsstörungen: Von Telemedizin bis Psilocybin
Patienten mit Zwangsstörungen sind in vielen Bereichen ihres Lebens massiv eingeschränkt und unterliegen einem großen Leidensdruck. Ein aktueller Review-Artikel zeigt auf, wie eine evidenzbasierte Unterstützung für die Betroffenen aussieht und welche innovativen Therapieansätze existieren.

Die Zwangsstörung (Obsessive-Compulsive Disorder, OCD) ist eine psychische Erkrankung, die durch das Auftreten von Zwangsgedanken (Obsessionen) und/oder Zwangshandlungen (Kompulsionen) gekennzeichnet ist.
Zwangsgedanken sind wiederkehrende, aufdringliche Gedanken, Impulse oder Vorstellungen, die als belastend erlebt werden und häufig Angst, Ekel oder Schuldgefühle auslösen. Sie kreisen um Themen wie:
- Keime und Schmutz
- Symmetrie und Genauigkeit
- Eigene Fehler und die Verantwortung für den Schaden
- Sex, Unmoral und Gewalt
Zwangshandlungen dienen dazu, die Belastung durch die Zwangsgedanken zu reduzieren oder befürchtete Konsequenzen abzuwenden. Neben sichtbaren Ritualen können auch mentale Handlungen wie Grübeln, Kontrollieren oder Beten vorkommen. Die Erkrankung führt häufig zu erheblichen Einschränkungen in Beruf, Ausbildung, sozialem Leben und Alltagsfunktion.
Abramowitz JS et al. Management of obsessive-compulsive disorder in adults. BMJ 2026; 392: e083443. doi: 10.1136/bmj‑2024-083443.
