
Künstliche Intelligenz (KI) in der Thoraxbildgebung
Die Künstliche Intelligenz (KI) hält auch in die Thoraxbildgebung immer mehr Einzug. Wie Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Helmut Prosch von der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Medizinischen Universität Wien im Rahmen des 13. Pneumo Aktuell erläuterte, liegt ihr größter klinischer Nutzen derzeit in der Triage, Quantifizierung und Absicherung von Befunden.

Die Diskussion über künstliche Intelligenz in der Radiologie gehöre inzwischen zum festen Bestandteil medizinischer Fortbildungen, so Prof. Prosch: „Kein Vortrag, bei dem nicht irgendjemand aufsteht und fragt, wann die KI die Arbeit der Radiologinnen und Radiologen ersetzen wird.“
Die Radiologinnen und Radiologen werden allerdings noch eine Zeit lang bleiben, relativierte der Referent. Denn die Entwicklung sei keine Ablösung des Fachs, sondern eine tiefgreifende Veränderung der Arbeitsweise – mit unmittelbaren Konsequenzen für die Pneumologie.
KI als Instrument zur Effizienzsteigerung
Weltweit steige die Nachfrage nach Bildgebung erheblich. Dem gegenüber stehen begrenzte personelle Ressourcen. Gleichzeitig sinke die Attraktivität des Fachs Radiologie, meinte Prof. Prosch und verwies auf Umfragedaten, nach denen drei Viertel der Radiologinnen und Radiologen ihr Fach nicht erneut wählen würden. Neben Arbeitsbelastung und Dienstzeiten spielen auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle.
