28. Apr. 2026Häufig, aber oft übersehen

Bipolare Störung und ADHS: Die korrekte Diagnose schneller stellen

Bipolare Störungen und ADHS sind häufig, bleiben jedoch oft unerkannt. PD Dr. Michael Colla von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich hob in einem Vortrag die zentrale Rolle der Hausärztinnen und Hausärzte hervor. Er erläuterte, wie sie Betroffene strukturiert erkennen, sicher behandeln und rechtzeitig überweisen können.

Mental illness and disorder concept. Head head profile with puzzle pieces falling apart. Vector illustration. Flat
елена калиничева/stock.adobe.com

Hausärzte begleiten ihre Patienten oft über Jahre – ein entscheidender Vorteil, betonte PD Dr. Colla. „Dadurch sehen sie Muster, die in den Spezialambulanzen oder Kliniken oft erst später auffallen.“ Die bipolare Störung (s. Kasten) zeigt sich etwa durch einen „Bruch mit dem Gewohnten“, erklärte er.

Mit einer Lebenszeitprävalenz von 1–2% ist sie häufig, doch die korrekte Diagnose dauert im Schnitt zehn Jahre. „Oft behandelt man mehrfach depressive Episoden, ohne den episodischen Charakter oder Frühzeichen einer Hypomanie zu hinterfragen.“

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum neuropsy