
Screening auf Lungenhochdruck aus kardiologischer Sicht
Rund ein Prozent der Weltbevölkerung leidet an Lungenhochdruck. Die Erkrankung geht mit erhöhter Morbidität und Mortalität einher. Es ist daher wichtig, die Symptome des Lungenhochdrucks und Risikogruppen für die Entwicklung eines Lungenhochdrucks zu kennen.

Bei Lungenhochdruck ist der Widerstand in den Lungengefäßen erhöht und der rechte Ventrikel muss gegen einen erhöhten Widerstand pumpen. Die Erkrankung ist definiert als Erhöhung des pulmonalarteriellen (PA) Mitteldruckes im Rechtsherzkatheter über 20 mmHg.
Die hämodynamische Definition (siehe Kasten) erfordert weiters das Bestimmen des PAWP (pulmonalarterieller Wedge-Druck) und des Herzzeitminutenvolumens sowie die Berechnung des pulmonalvaskulären Widerstandes. Anhand dieser Parameter kann Lungenhochdruck in eine präkapilläre, eine isolierte postkapilläre und eine kombiniert post- und präkapilläre PH eingeteilt werden.
* Humbert et al., Pulmonary Arterial Hypertension in France - Results from a National Registry. AJRCCM 2006; 173:1023–1030