12. März 2026Studie der weltweit größten Pharmako­vigilanz-Datenbank

Alice-im-Wunderland-Syndrom durch Medikamente

Das Alice-im-Wunderland-Syndrom ist eine seltene neurologische Störung, bei der Betroffene ihre Umwelt oder den eigenen Körper verzerrt wahrnehmen. Neben dem bekanntesten Auslöser, der Migräne, könnten auch Medikamente eine Rolle spielen, wie eine Studie der weltweit größten Pharmako­vigilanz-Datenbank nahelegt.

Alice-im-Wunderland-Syndrom
Man888/stock.adobe.com

Erstmal beschrieben wurde das Alice-im-Wunderland-Syndrom (AIWS) im Jahr 1952 vom Neurologen Dr. Caro Lippman. Ihm waren sieben Patienten mit Migräne aufgefallen, die an ungewöhnlichen Körperwahrnehmungsstörungen litten. Ähnlich wie die Buchheldin des britischen Autors Lewis Carroll (der selbst an Migräne litt), die sich abwechselnd riesengroß oder unnatürlich klein wahrnimmt, erleben Patienten mit AIWS-Patienten charakteristische Wahrnehmungsverzerrungen. Dazu zählen unter anderem:

  • somästhetische Verzerrungen (Störungen der Eigenkörperwahrnehmung, etwa wenn sich Körperteile größer oder kleiner anfühlen, das Gefühl des Schwebens oder die somatopsychische Dualität mit dem Empfinden, vertikal in zwei Hälften geteilt zu sein)
  • visuelle Illusionen (Verzerrungen der Außenwelt: Gegenstände erscheinen riesig oder winzig, Entfernungen wirken falsch, teils auch mit veränderter Zeitwahrnehmung)
  • dissoziative Symptome
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