17. Jän. 2026Von Chlamydien bis HPV

Sexuell übertragbare Infektionen auf dem Vormarsch

Bei sexuell übertragbaren Infektionen (STI) stehen in der Praxis häufig bakterielle Erreger wie Chlamydien und Gonokokken im Fokus. Tatsächlich dominieren aber eher virale Infektionen das Geschehen – mit erheblichen Folgen bis hin zu Krebs. Ein Experte fasst die aktuelle Diagnostik, Prävention und Therapie zusammen.

HPV ist ein häufiger Erreger unter den STIs.
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Das humane Pappilomavirus (HPV) ist ein häufiger Erreger unter den sexuell übertragbaren Infektionen (STIs)

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) gehören weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten – und die Zahlen steigen weiter. "Wir sprechen davon, dass eine Million STIs täglich dazukommen", betont PD Dr. Giuseppe Magistro, Asklepios Westklinikum Hamburg GmbH.

Virale Infektionen wie das humane Papillomavirus (HPV) und Herpes simplex sind besonders häufig, während bakterielle Infektionen wie Chlamydien, Gonorrhoe und Syphilis seltener auftreten.

Prognosen zeigen einen alarmierenden Trend: In 30 Jahren könnten mehr Menschen an Infektionen mit multiresistenten Erregern sterben als an Krebs. "Die Infektiologie muss daher als Kernkompetenz jedes Arztes verstanden werden", so PD Dr. Magistro.

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