24. Feb. 2025Kurz gemeldet

Wie man seine Ohren richtig pflegt

Das Gehör ist ein zentrales Gut des Menschen. Wird das Ohr schlecht behandelt, kann das die Gehörleistung mindern, was häufig nicht mehr rückführbar ist. Daher: Gleich auf das Ohr aufpassen und richtig pflegen.

Nahaufnahme des Ohrs und der Hand einer Frau durch ein Loch in der Zeitung. Gelber Hintergrund, Kopierraum.
Foto: shchus/AdobeStock

Die gute Nachricht: Die Ohren bzw. die Gehörgänge reinigen sich größtenteils von selbst. Die vielen winzigen Härchen im Inneren des Gehörgangs befördern überschüssiges Ohrenschmalz (Cerumen), Hautschuppen, Staub und sonstigen Schmutz nach und nach aus dem Gehörgang in Richtung der Ohrmuscheln. Von dort aus, also nur bis maximal zum sichtbaren Gehörgangs-Eingang, können die Ohren gereinigt werden. Am besten nimmt man dazu einen mit lauwarmem Wasser befeuchteten Waschlappen oder ein Wattepad und reinigt nur das äußere Ohr – die Ohrmuschel. Man fährt jedenfalls nicht in den Gehörgang. Leider erleben HNO-Ärztinnen und Ärzte regelmäßig Patientinnen und Patienten, die aufgrund extensiver oder falscher Reinigung der Ohren einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

Sollte das Ohr rundherum trocken sein oder gar jucken, dann reiben Sie sanft und vorsichtig mit ein paar Tropfen Baby-Öl auf einem Wattepad die Ohrmuscheln ein. Beim Duschen und Haarewaschen wird auch die Stelle hinter dem Ohr immer gut mitgereinigt, achten Sie aber darauf, vor allem bei Kindern, dass die Stelle auch gut abgetrocknet wird.

„Keinesfalls sollten Sie Ohrenschmalz aus dem Gehörgang selbst entfernen. Verwenden Sie daher auch keine Wattestäbchen, um damit in den Gehörgang zu gelangen“, rät Dr. Georg Langmayr, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen in Leonding sowie Fachgruppenvertreter HNO in der Ärztekammer für Oberösterreich. Sie können die dünne Gehörgangs-Haut beschädigen bzw. das Ohrenschmalz nur noch tiefer bis zum Trommelfell schieben, wo es nicht nur tiefer sitzt, sondern auch verhärten und sich verkeilen kann. Überdies ist Ohrenschmalz geruchlos. Sollte es dennoch aus dem Ohr unangenehm riechen, ist das häufig ein Zeichen für eine Infektion. Suchen Sie in diesem Fall eine HNO-Ärztin bzw. einen HNO-Arzt auf.

Sollten Sie das Gefühl haben, dass das Ohrenschmalz beseitigt gehört, dann lassen Sie es beim Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen untersuchen und – wenn nötig – professionell reinigen. Bei übermäßiger Produktion von Ohrenschmalz oder etwa auch bei engen Gehörgängen sollten mit der jeweiligen Fachärztin bzw. dem jeweiligen Facharzt regelmäßige Termine zur Kontrolle bzw. Reinigung vereinbart werden. „Die Säuberung beim HNO-Facharzt geschieht in der Regel durch Absaugen bzw. manuell mit einem speziellen Werkzeug, einer Kürette“, sagt Dr. Langmayr. All das sind prinzipiell schmerzfreie und (zumeist) zeitlich kurze Vorgänge.

Ärztekammer für Oberösterreich