ATTD: Typ-1-Diabetes und Insulinresistenz
Insulinresistenz bei Typ-1-Diabetes wird zunehmend als Problem erkannt. Hintergründe dürften einerseits die auch in der T1D-Population zunehmende Adipositas, darüber hinaus aber auch Folgeerscheinungen der jahrelangen externen Insulinzufuhr sein. Als Interventionsstrategien werden Therapien diskutiert, die auch bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden.

„Noch vor wenigen Jahren hätten wir nicht gedacht, dass wir jemals über dieses Thema zu sprechen bräuchten“, sagt Prof. Dr. Satish Garg von der University of Colorado, „wir dachten, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes quasi unausweichlich schlank wären. Aber heute ist Übergewicht in der T1D-Population ein zunehmendes Problem und führt in vielen Fällen zu ,double diabetes‘, also einem zusätzlichen Typ-2-Diabetes bei insulinpflichtigen Typ-1-Patientinnen und Patienten.“ Zumindest für die USA zeigen Studiendaten, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes gleich in mehrfacher Hinsicht unzureichend kontrolliert sind. Zum einen ist ihr HbA1c mehrheitlich zu hoch und zum anderen sind sie bereits zu rund 50% übergewichtig oder adipös.1 Rezente Daten aus dem T1D-Exchange-Register zeigen auch, dass Gewichtszunahme bei T1D mit einer schlechter werdenden glykämischen Kontrolle verbunden ist.2
- Foster NC et al., Diabetes Technol Ther 2019; 21(2):66–72
- Bailey R et al., Diabetes Technol Ther 2024; 26(3):156–60
- Garg SK et al., N Engl J Med 2017; 377(24):2337–48
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- Garg SK et al., Diabetes Technol Ther 2024; 26(3):184–89
- Schauer IE et al., Diabetes 2011; 60(1):306–14
- Gregory JM et al., Diabetes 2019; 68(8):1565–76
- Pettus J et al., Nat Med 2022; 28(10):2092–99