Jugendliche mit Typ-1-Diabetes in der Transition nicht verlieren
Im Leben eines Kindes mit Typ-1-Diabetes gibt es kritische Phasen, in denen die Weichen für ein möglichst langes und gesundes Leben gestellt werden können: Eine davon ist die Zeit kurz nach der Diagnose, eine weitere die Zeit der Transition – wenn der Übergang von der kindzentrierten hin zur erwachsenenorientierten Gesundheitsversorgung ansteht.

Wenn Kinder sehr jung – sprich in der ersten Lebensdekade – an Typ-1-Diabetes erkranken, haben sie das höchste Risiko, früher zu versterben. Sie verlieren bis zu 16 Jahre an Lebenserwartung, zitiert Ao. Univ.-Prof. Dr. Birgit Rami-Merhar von der MedUni Wien retrospektive Daten aus Schweden. Erstes Ziel sei es daher, das Outcome der jungen Patientinnen und Patienten zu verbessern, so die Leiterin der Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche im AKH. „Je früher wir hier gute Maßnahmen setzen, desto eher können wir die Lebenserwartung verbessern.“
