Feste feiern!
Unlängst verfolgte ich auf Social Media eine heiß entbrannte Diskussion über den Muttertag. In einem Artikel wurde er als archaisch, anarchisch und völlig unnötig bezeichnet. Die Menschen, die dem zustimmten, verkündeten stolz, auch Geburtstage, Weihnachten und dergleichen zu hinterfragen und aus Protest gar nichts zu feiern. Irgendwie machte mich das traurig.

Jetzt kann man natürlich vor allem das Konsumgetriebene an Festtagen kritisieren, beziehungsweise, um beim Beispiel Muttertag zu bleiben, die üblichen Argumente hervorholen: Mütter leisten das ganze Jahr über etwas, das Bild der Mutter, ohne die der Haushalt auseinanderfällt, ist überholt (ist das wirklich immer so? ;-)), und am allerbefremdlichsten, tatsächlich so gelesen: Kinder kommen nicht auf die Welt, um an einem Tag im Jahr ihre Mutter zu feiern – selten so etwas Komisches gelesen.
