Wien sperrt auf

Es ist so weit. Schon Tage vorher bereiten wir ApothekerInnen, besonders die testenden unter uns, uns auf den Tag mitten im Mai vor. Sieben Monate lagen Kultur, Sport und Gastronomie in einem Dornröschenschlaf ohne absehbares Ende. Teile der Gastronomie konnten sich mit Take-away über Wasser halten. Meine Mittagspausen sahen dann so aus, dass ich bei Schönwetter im Park, bei Schlechtwetter unter dem Vordach eines Innenhofes und, wenn es gar nicht anders ging, erst wieder in der Apotheke mein abgeholtes, lauwarmes Mittagessen verzehrte.

Ein Cartoon, der einen elitären, älteren Mann zeigt, der sich die Mühe macht, dass seine Gesichtsmaske ihn beim Trinken eines guten Weines stört.
andrewgenn

Wir wappneten uns und rechneten mit dem großen Ansturm an Testungen – der natürlich auch kam, aber sich wieder auch nicht so sehr unterschied von den Tagen und Wochen davor. Wir sind nun einmal eine große Apotheke, die mehrere hundert Menschen am Tag testen kann, nebst den mehreren hundert, die aus anderen Gründen kommen.

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