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DFP Literaturstudium: Stigmata der Sucht

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Der Abusus von legalen und illegalen Substanzen kann mit einer Vielzahl an dermatologischen Manifestationen einhergehen, die auch diagnostisch bedeutsam sein können. Damit kommt auch dem/der DermatologIn eine Rolle zu, Indikatoren für Suchtverhalten zu diagnostizieren und eine professionelle Betreuung Betroffener einzuleiten.

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DFP
3 Punkte
708686
Gültig bis
03.06.2023
Fortbildungsanbieter
Österreichische Akademie für Dermatologische Fortbildung (OEADF)

DFP Literaturstudium: Stigmata der Sucht

Der Abusus von legalen und illegalen Substanzen kann mit einer Vielzahl an dermatologischen Manifestationen einhergehen, die auch diagnostisch bedeutsam sein können. Damit kommt auch dem/der DermatologIn eine Rolle zu, Indikatoren für Suchtverhalten zu diagnostizieren und eine professionelle Betreuung Betroffener einzuleiten.

Sucht ist eine extreme Form positiv motivierten Verhaltens. Das wiederholte Erleben von starker Euphorie kann über Aktivierung des mesolimbischen Dopaminsystems, dem zentralen Belohnungszentrum, zu zwanghaftem Verlangen nach den diesen Zustand erzeugenden Substanzen führen. Im Unterschied zu herkömmlichen Motivatoren entstehen beim Wegfall der Einnahme süchtig machender Stoffe starke psychische und/oder körperliche Aversionen (Entzug). Die Vulnerabilität zur Entwicklung einer Sucht ist individuell unterschiedlich ausgeprägt, teils genetisch veranlagt, aber auch durch psychische und physische, u.U. frühkindliche Traumatisierungen bedingt. Suchtmittelkonsum, Folgekrankheiten und die damit verbundene Stigmatisierung und Kriminalisierung bedingen individuelle, familiäre und psychosoziale Tragödien und stellen relevante medizinische, gesundheitsökonomische und gesellschaftspolitische Herausforderungen dar.

1. Alkohol (Ethanol)

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