Über die Wirksamkeit von Medikamenten bei MS-assoziierten Gedächtnisproblemen
Nach wie vor weden die kognitiven Probleme von Multiple-Sklerose-Patienten vernachlässigt. Das spiegelt sich auch in der Studienlage wider: Gesicherte Evidenz für kognitionsfördernde bzw. -stabilisierende Effekte gibt es bislang für kein einziges MS-Medikament.

Die zunehmende Demyelinisierung führt nicht nur zu körperlichen Einschränkungen, sondern beeinträchtigt MS-Patienten auch in ihren geistigen Fähigkeiten. Am stärksten wirkt sich dies auf die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung, auf Lernen und Gedächtnis aus. In klinischen Studien werden diese Einschränkungen jedoch meist vernachlässigt und – wenn überhaupt – allenfalls als sekundäre Endpunkte betrachtet, schreiben Dr. Michelle H. Chen von der Kessler Foundation in East Hanover und ihre Kollegen.