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ArzneimittelPROFIL Metamizol März 2014

Metamizol ist das einzige Nicht-Opioid-Analgetikum mit schmerzstillenden, fiebersenkenden sowie krampflösenden Eigenschaften, kann oral und parenteral verabreicht werden und ist auch für Kinder ab dem vierten Lebensmonat und Jugendliche zugelassen. Die analgetische und spasmolytische Wirkung setzt sich aus peripheren und zentralen Mechanismen zusammen und involviert Cyclooxygenasen, das NO-Cyclo-GMP-System sowie die Freisetzung endogener Opioide. Die fiebersenkende Wirkung ist zentral über die Hemmung der Cyclooxygenase vermittelt.
Die Wirksamkeit von Metamizol wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Zum Einsatz bei postoperativen Schmerzen, Nierenkoliken und Kopfschmerzen verschiedener Genese inklusive Migräne mit und ohne Aura liegen Cochrane-Reviews vor, die eine zumindest gleich gute Wirksamkeit im Vergleich zu anderen Substanzen attestieren. Aus der Analyse von Studien zur Therapie postoperativer Schmerzen errechnet sich für eine orale Dosis von 500mg Metamizol eine NNT von 2,3 (95% CI 1,8-3,0). Bei der Behandlung von Nierenkoliken zeigte Metamizol i.v. eine bessere Schmerzerleichterung als Tramadol (100mg), Butylscopolamin (20mg) und Hyoscin (20mg) sowie sublinguales Nifedipin (10mg) und Diclofenac i.m. (75mg). Mit Ketorolac (30mg i.v.) war die Wirkung vergleichbar. Metamizol kann mit Opioiden kombiniert werden, wobei deren Dosis deutlich verringert werden kann. Die analgetische und die antipyretische Wirkung wurde auch bei Kindern nachgewiesen.
Metamizol wird zu den sichersten Schmerzmitteln gezählt. Es ist gastrointestinal und renal gut verträglich und hat keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Plättchenaggregation. Als Nebenwirkungen treten gelegentlich leichte Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut sowie allergische und hypotensive Reaktionen auf. Agranulozytose ist eine mögliche schwere Nebenwirkung, deren Häufigkeit regional verschieden ist. Mitteleuropa gehört nicht zu den Gebieten mit erhöhter Anfälligkeit.
Im Hinblick auf mögliche anaphylaktische Reaktionen ist auf die immunologische Disposition der Patienten zu achten, die intravenöse Verabreichung soll langsam erfolgen.

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