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ArzneimittelPROFIL Durvalumab Juni 2022

Abstract

Durvalumab ist ein monoklonaler IgG1κ-Antikörper, der selek­tiv die Bindung des Liganden PD-L1 (Programmed Death-Li­gand1) an den immunsuppressiven Rezeptor PD-1 (Program­med Death-1) blockiert und so eine gegen Tumorzellen gerich­tete, latente Immunantwort reaktivieren kann. Durvalumab wurde zuerst zur Behandlung von Patienten mit inoperablem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium-III zugelassen, deren Erkrankung nach vorheriger Radiochemo­therapie (RCT) nicht vorangeschritten ist. Der Zulassung liegen die Daten der Phase-III-Studie PACIFIC zugrunde, in der 713 Patienten im Verhältnis 2:1 der Therapie mit Durvalumab (10mg/kg Körpergewicht i.v. alle zwei Wochen für maximal zwölf Monate) oder Placebo zugeteilt wurden. Eingeschlossen waren Patienten, die nach Abschluss der platinbasierten RCT keine Progression aufwiesen. Ko-primäre Endpunkte waren progressionsfreies Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS).

Die ersten aussagekräftigen Analysen zeigten für Durva­lumab gegenüber Placebo eine signifikante Verlängerung des PFS (HR 0,52; p<0,001) und des OS (HR 0,68; p=0,0025). Die 24-Monats-OS-Rate betrug 66,3 versus 55,6% (p=0,005). Eine aktuelle Auswertung nach fünf Jahren mit einem medianen Follow-up von 34,2 Monaten für alle Patienten bestätigte den Vorteil für Durvalumab gegenüber Placebo sowohl bezüglich der PFS-Rate (33,1 vs. 19,0%) und der OS-Rate (42,9 vs. 33,4%) als auch der Medianwerte für OS (47,5 vs. 29,1 Monate; HR 0,72) und PFS (16,9 vs. 5,6 Monate; HR 0,55).

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