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ArzneimittelPROFIL Aripiprazol Mai 2010

Aripiprazol ist ein Antipsychotikum der neuen Generation, das in Europa für Patienten mit Schizophrenie und auch für Patienten mit bipolaren Störungen zugelassen ist. Bisherige typische wie auch atypische Antipsychotika zeigten – mit unterschiedlicher Affinität – eine rein antagonistische Wirkung am D2-Rezeptor. Aripiprazol weist ein spezifisches neues Wirkprofil auf: Es ist ein partieller Dopaminagonist, der sowohl an D2- als auch an 5-HT1A-Rezeptoren angreift, und es ist gleichzeitig ein Antagonist am Serotonin-5-HT2A-Rezeptor. Dadurch scheinen die Dysbalance am Dopaminsystem ausgeglichen und so Nebenwirkungen reduziert zu werden, die durch die Blockade von Dopaminrezeptoren hervorgerufen werden.
Aripiprazol zeigte in einer Reihe von kontrollierten klinischen Studien sowohl eine Wirkung auf Positiv- als auch auf Negativsymptome bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie. Diese Wirkung war mit der von Haloperidol und Risperidon vergleichbar. Die Substanz ist auch bei Jugendlichen mit Schizophrenie effektiv, gut verträglich und relativ nebenwirkungsarm. Darüber hinaus konnten bei kognitiven und depressiven Symptomen bei Erwachsenen Verbesserungen erzielt werden.
In der Behandlung von bipolaren Störungen bei erwachsenen Patienten wurden bisher sowohl in der akuten Phase als auch in der Langzeittherapie Lithium und Valproinsäure als Mittel der ersten Wahl erfolgreich eingesetzt. Auch atypische Antipsychotika können in beiden Indikationen eingesetzt werden. Neue Forschungsergebnisse belegen für Aripiprazol eine antimanische Wirkung sowie eine Wirkung auf manisch-depressive Mischzustände.
Durch eine effiziente Erhaltungstherapie können Rückfälle verhindert werden. Neben der deutlich stimmungsstabilisierenden Wirkung von Aripiprazol ist ein weiterer Vorteil, dass nur leichte bis mittelgradige Nebenwirkungen auftreten. Extrapyramidale Nebenwirkungen sind weniger häufig als unter Haloperidol und Gewichtszunahmen nicht signifikant, regelmäßige diesbezügliche Kontrollen sind jedoch notwendig, auch bezüglich Somnolenz und Tremor. Eine langsame Eindosierung kann das Auftreten von Nebenwirkungen wahrscheinlich minimieren.

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