2. Nov. 2026Wahrscheinlichkeit, Bildgebung und Risikoassessment

Lungenembolie: Diagnostik und Risikostratifizierung

Die Lungenembolie (PE) ist eine häufige und prognostisch relevante kardiovaskuläre Erkrankung. Ihre Diagnostik beginnt mit Klinik und Untersuchung, führt über die Einschätzung der klinischen Wahrscheinlichkeit und die gezielte Bildgebung zur Risikostratifizierung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich eine PE strukturiert bestätigen oder ausschließen und wie sich das kurzfristige Risiko nach gesicherter Diagnose differenzieren lässt.

Lungenembolie (PE)
Tinttrex/stock.adobe.com

Die venöse Thromboembolie (VTE) ist häufig und altersabhängig. Unter dem Begriff VTE werden die beiden Erkrankungen tiefe Venenthrombose (TVT) und Pulmonalembolie (PE) zusammengefasst. Sie wird als weltweit dritthäufigste kardiovaskuläre Erkrankung eingeordnet. Die jährliche Inzidenz beträgt für die PE 39–115 Fälle pro 100.000 Personen, für die TVT 53–162 Fälle pro 100.000 Personen. Bei über 80-Jährigen ist die VTE-Häufigkeit achtmal höher als in der fünften Lebensdekade. Die Gesamtmortalität nach akuter PE liegt bei 9,1% nach 30 Tagen und 19,6 % nach sechs Monaten.1–4

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum pneumo