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Mikromarketing – Erfolg hängt vom Umfeld ab

Im Rahmen des Mikromarketings wird das unmittelbare Umfeld der Apotheke analysiert. Das Wissen über das Einzugsgebiet und das Potenzial der Apotheke spielt natürlich insbesondere beim Kauf einer Apotheke eine wichtige Rolle.
Doch auch eine laufende Analyse des Apothekenumfeldes kann gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten neue Erkenntnisse bringen und mögliche neue Umsatzpotenziale aufzeigen.

Wichtige Faktoren

Im Rahmen des Mikromarketings für die Apotheke sind folgende Faktoren von Bedeutung:

Kaufkraft, demografische Daten:
Wie hoch sind das durchschnittliche Einkommen, das Geschlecht und die Altersstruktur im Umfeld der Apotheke und können aus der Information Kundentypologien gewonnen werden?
Radius der Apotheke:
Wie viele Personen wohnen im gewählten Einzugsgebiet (Geh- und Fahrminuten)? Je näher eine Person im Umfeld der Apotheke wohnt, umso signifikant wahrscheinlicher ist auch ein Besuch in der Apotheke („5 Gehminuten“).
Gesundheitsausgaben:
Wie hoch sind die Gesundheitsausgaben der Einwohner im Einzugsgebiet?
Marktpartner:
Welche Ärzte (Fachrichtungen, ausgewogener Ärzte-Mix), Angehörige anderer Gesundheitsberufe (z.B. Hebammen) und auch Frequenzbringer (z.B. Supermärkte) sind im Umfeld der Apotheke?
Wettbewerbsanalyse:
Welche Apotheken liegen im Einzugsgebiet der Apotheke und welche Schwerpunkte werden von den Konkurrenzapotheken angeboten?
Demografische Entwicklung:
Wie entwickelt sich das Umfeld der Apotheke? Kommt es durch städtebauliche Entscheidungen zu Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur (Wechsel von der älteren Stammkundschaft zu einem modernen Stadtviertel für junge Personen)?
Warenwirtschaftssystem:
Eine Analyse des Warenwirtschaftssystems (Rezepteinreichstatistik, Sortimentsanalyse) bietet ebenfalls zusätzliche wichtige Informationen.

Aus den gewonnenen Informationen können folgende Schlüsse gezogen werden:

Umsatzpotenzial:
Aus den Informationen über die Gesundheitsausgaben, die Anzahl der Einwohner und daraus resultierend der Abschöpfungsquote (wie viele Einwohner aus dem Umfeld besuchen die Apotheke) kann das Umsatzpotenzial der Apotheke errechnet werden.
Kundenkommunikation:
Durch eine genauere Kenntnis des unmittelbaren Apothekenumfeldes kann eine gezieltere Kommunikation (z.B. Aktionen, Verkostungen, ...) mit den bestehenden und potenziellen Kunden erfolgen.
Sortimentszusammenstellung:
Durch die Analyse können sich sinnvolle Ergänzungen bzw. Änderungen im angebotenen Sortiment ergeben.

Datengewinnung

Interessante Informationen zu Kaufkraft, Demografie und dergleichen können zum einen direkt aus dem Internet abgerufen werden (z.B. Statistik Austria), zum anderen bieten Pharma-Großhändler sowie Geomarketing-Anbieter spezifische Primärdaten an.

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