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Künstliche Samenzellen im Labor entwickelt

Französische Forscher haben angeblich im Labor humane Spermienzellen kreiert.

Credit: Bobjgalindo/Wikipedia
Sollte es sich bewahrheiten, dass erfolgreich in vitro Spermien erzeugt wurden, könnte die Reproduktionsmedizin hinsichtlich der Bekämpfung männlicher Sterilität künftig große Erfolge erzielen.

Isabelle Cuoc vom Biotechnologie-Unternehmen Kallistem in der ostfranzösischen Stadt Lyon hat am 5. Mai 2015 bekanntgegeben, dass am Ende des Vorjahres im Labor aus Spermatogonien, die mittels Hodenbiopsien gewonnen worden waren, voll ausgebildete, humane Spermien erzeugt werden konnten.

Das wissenschaftliche Team um Marie-Hélène Perrard und Philippe Durand habe für den äußerst komplexen der kompletten Spermatogenese 72 Tage benötigt. Für das Jahr 2017 plant das Forscherteam eine klinische Phase, in der die Spermien für in-vitro-Befruchtungen verwendet werden sollen. Zuvor sollen aber noch präklinische Tests durchgeführt werden, um den Zustand der Spermien vor allem auf der genetischen und epigenetischen Ebene zu überprüfen. Des weiteren sollen Tierversuche durchgeführt werden. Cuoc betont, dass das die Vorgänge sämtlichen gesetzlichen Anforderungen entsprechen werden.

Bis das das Patent für den Prozess "Artistem®" am 23. Juni veröffentlicht wird, werde sich das junge Unternehmen noch in Zurückhaltung üben und noch keine genauen Details über die wissenschaftlichen Ergebnisse bekanntgeben, so Cuoc.

Kallistem

Quelle: AFP, medicalxpress, Kallistem

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