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ÖGU-Jahrestagung 2017: Prostatakarzinom

Foto: Dr_Microbe/GettyImages

Die Therapie der Wahl nach Diagnose eines Prostatakarzinoms (PCa) orientiert sich am Staging und Grading des Tumors, aber auch an Alter und Lebenserwartung des Patienten. In Zukunft ist eine weitere und genauere Differenzierung zu erwarten. (CliniCum urologie 5/17) 

Von einem Hoch-risiko- PCa spricht man laut Leitlinie der EAU ab einem PSA >20 ng/ml, einem Gleason-Score >7 oder einem Tumorstadium ab cT2c. Jedes lokal fortgeschrittene PCa bedeutet ebenfalls hohes Risiko. Diesen Patienten soll gemäß der Leitlinie im Rahmen einer multimodalen Therapie eine radikale Prostatektomie (RPE) angeboten werden, wenn ihre Lebenserwartung mehr als zehn Jahre beträgt. Nun stelle sich jedoch die Frage, so Prof. Dr. Steven Joniau, Uro-Onkologe am Universitätsspital Leuven, im Rahmen der ÖGU-Jahrestagung 2017, ob diese zehn Jahre Lebenserwartung angesichts der aktuellen Datenlage noch eine sinnvolle Voraussetzung sind. Joniau: „Ich persönlich denke, dass von der RPE auch Männer mit weniger als zehn Jahren Lebenserwartung profitieren, wenn sie ein Hochrisiko-PCa haben.“ In den USA steht man der Chirurgie offener gegenüber. Laut Leitlinie der amerikanischen Urologengesellschaft AUA ist Männern mit Hochrisiko-PCa keine Active Surveillance (AS) anzubieten. Watchful Waiting (WW) kann bei asymptomatischen Patienten mit weniger als fünf Jahren Lebenserwartung erwogen werden.

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