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Hoher Hoden: Therapie sollte früh erfolgen

Die Therapie des angeborenen Hodenhochstandes sollte idealerweise bis zum zwölften, allerspätestens bis zum 18. Lebensmonat des Kindes abgeschlossen sein. (CliniCum urologie 1-2/17)

Foto: StockPlanets/iStock

Deszensusstörungen der Hoden werden bei ungefähr ein bis vier Prozent der termingerecht geborenen und bei bis zu 45 Prozent der frühgeborenen Jungen beobachtet.1 Sie sind Teil von mehr als 390 Fehlbildungssyndromen, dennoch handelt es sich in den meisten Fällen um isolierte Fehlbildungen. 57 bis 70 Prozent der Hoden deszendieren dann spontan, wie aus langfristigen Beobachtungsserien hervorgeht, wobei ein Deszensus nach dem sechsten Lebensmonat als unwahrscheinlich gilt.2,3 Primär nicht palpable oder hoch inguinal gelegene Hoden haben sehr geringe Chancen auf einen spontanen Deszensus. Im Alter von einem Jahr findet sich noch bei 0,8 bis ein Prozent aller Jungen ein Hodenhochstand, in ca. 30 Prozent der Fälle bilateral. Ein einseitiger Hodenhochstand tritt in etwa 60 bis 70 Prozent der Fälle auf. In gut 70 Prozent ist die rechte Seite betroffen. Eine erhöhte Inzidenz eines Hodenhochstandes ist bei Früh- und Unreifgeborenen im Vergleich zu Reifgeborenen von bis zu 30 Prozent zum Geburtszeitpunkt und 1,5 Prozent zu Ende des ersten Lebensjahres in Abhängigkeit vom Geburtsgewicht.

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