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Kräutergarten: Ein hartes Mädel!

Kornelkirsche (Cornus mas)

Ein Platz an der Sonne

„Ja, die Dirndln war‘n schon wichtig im Krieg, sonst hätt´ ma ka Marmelad g‘habt! Aber heutzutag?“ Diese Aussage meiner 101-jährigen Oma macht Lust auf Wissen. Cornus mas, Dirndlstrauch oder gelber Hartriegel genannt, ist wieder aktuell. Noch vor der Weidenblüte konnte man im frühen März ihre zartgelbe Blüte an Waldrändern und Böschungen erspähen. Cornus mas bevorzugt sonnige Lagen, stellt sonst wenig Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit und wird auch im Uferschutz eingesetzt. Ursprünglich heimisch in Südosteuropa, ist sie heute in allen Gebieten der gemäßigten Zonen vertreten und kann über 100 Jahre alt werden (wie die Oma). Wer die Blüte verpasst, dem stechen beim Wandern ab Juli die glänzendroten Früchte ins Auge.

Von Odysseus‘ Bogen zum Kreuzgang

Schon im Altertum wurde die Kornelkirsche wegen ihrer vielseitigen Nutzbarkeit geschätzt. Das Holz der Stämme und Zweige gilt als härtestes Holz Europas, das bei Belastung trotzdem elastisch bleibt. Der Name Hartriegel steht für gutes Bauholz und geeignetes Material zur Herstellung von Zäunen und Bögen. Für die Qualität des Holzes bürgt die mythologische Erwähnung als Grundstoff für das Trojanische Pferd oder Odysseus‘ Bogen. Die christliche Mythologie hat Cornus mas übernommen und dem Kreuzgang (siehe Blüte) und Blut Christi (siehe Frucht) geweiht, damals ein wichtiger Schritt zur unbedenklichen Verwendung.

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