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Es tut sich was

Am vergangenen Samstag wurde der „Welthospiz- und Palliative Care Tag“ begangen. „Living and dying in pain – it doesn’t have to happen“ ist das Motto dieses Tages, an dem weltweit auf die Nöte von schwerkranken und sterbenden Menschen aufmerksam gemacht wird. Immer noch ist Schmerz das offenkundigste Zeichen für oft nicht ausreichend achtsame und kompetente Symptomkontrolle – etwas, worunter noch immer viel zu viele Menschen leiden. Es ist notwendig, auf diese Mängel immer wieder hinzuweisen und dabei mitzuhelfen, dass sich die Qualität palliativer Umsorgung in Österreich und darüber hinaus weiter verbessert.

Ein persönlicher Rückblick auf Ereignisse der vergangenen Wochen zeigt vielfältige nationale und internationale Bemühungen in diese Richtung. Das österreichische Hospiz- und Palliativforum – als Ergebnis der parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ – hat zum zweiten Mal getagt. Der konkrete Arbeitsauftrag an dieses Forum ist, endlich eine geregelte und durchgehende Finanzierungslogik zu entwickeln, damit alle Bausteine des seit 2004 beschriebenen „Systems der abgestuften Hospiz-und Palliativversorgung“ endlich regelfinanziert werden. Beim 11. deutschen Palliativkongress in Leipzig Anfang September wurde über die Auswirkungen des seit 2015 in Deutschland in Kraft befindlichen Hospiz- und Palliativgesetzes diskutiert.

Bei allen Mängeln, Lücken und sonstigen Hürden, die sich durch eine „gesetzliche Regelung“ zeigen, ist die Gesamtstimmung positiv und es zeigt sich eindeutig ein kräftiger Impuls in Richtung „konkrete Umsetzung“ und Verbesserung der Zustände. Deshalb wird auch die Frage „Braucht Österreich ein Hospiz- und Palliativgesetz?“ von vielen hier bejaht, so auch von der OPG. In der Schweiz gibt es – so wie in zahlreichen anderen europäischen Staaten – seit einigen Monaten auch „FachärztInnen für Palliativmedizin“. Auch hier haben wir in Österreich Handlungsbedarf. Hoffen wir, dass die getätigten Bemühungen in diese Richtung bald zu strukturierter Anerkennung gelangen. Es mangelt nicht an Erkenntnissen – nur an der Umsetzung.

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