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Retschitzegger: Die Sinnfrage (I)

Worte eines Arztes: „Die Musik spielt so lustig, so froh, ich glaube, es dauert nicht mehr lange, dann wissen wir, wozu wir leben, wozu wir leiden … Ach, wüßten wir es doch, wüßten wir es doch …“ Gesprochen werden diese Worte von Olga, der Ältesten der „Drei Schwestern“. Geschrieben wurden sie vom Arzt Anton Pawlowitsch Tschechow. Und somit von dem Schriftsteller, dessen Drama „Drei Schwestern“ seit mehr als 100 Jahren auf den Spielplänen der großen und wichtigsten Theaterbühnen steht. Die obigen Zeilen sind die letzten Worte von Olga – zu hören unter anderem in der Premiere des Wiener Akademietheaters am vergangenen Gründonnerstag.

Und: zu hören oftmals an den Krankenbetten und in den Pflegeheimen, in Gesprächen mit alten oder schwerkranken Menschen. „Was hat das für einen Sinn?“ Das fragt mich oft auch eine Bewohnerin, deren Mann und Tochter bereits verstorben sind, die „daliegt und wartet“, wie sie selbst sagt. Viele feierten dieser Tage Ostern – mehr oder weniger gläubig – Leiden, Tod und Auferstehung. Und eine prominente Person des öffentlichen Lebens ist 54-jährig und damit „jung“ verstorben, Guido Westerwelle. „Manche sterben so jung – und ich, diese Alte, bin immer noch da!“, sagt meine Patientin oft.

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