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Entscheidungen für die Sterbenden treffen

Es gehört auch zu den Aufgaben von Ärzten, ihren schwerstkranken Patienten im Krankenhaus ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. Intensivmedizinerin Univ.-Prof. Dr. Barbara Friesenecker ermutigt, die dafür notwendigen Entscheidungen rechtzeitig zu treffen.

Es ist eine wichtige Aufgabe von Ärzten, Leiden zu lindern und Menschen bis zu ihrem Tod zu begleiten. Das geht am besten im Team.
Es ist eine wichtige Aufgabe von Ärzten, Leiden zu lindern und Menschen bis zu ihrem Tod zu begleiten. Das geht am besten im Team.

„Die Aufgabe von Ärzten ist es, unter Beachtung des Selbstbestimmungsrechtes von Patienten, Leben zu erhalten, Gesundheit zu schützen und wieder herzustellen“ – so weit alles bekannt und vertraut. Dass es auch ärztliche Aufgabe ist, „Leiden zu lindern und Sterbende bis zum Tod zu begleiten“, werde von den Spitalsärzten – streng nach dem Motto „… da können wir leider nichts mehr für Sie tun“ – häufig verdrängt, sagt die Innsbrucker Anästhesistin und Intensivmedizinerin Univ.-Prof. Dr. Barbara Friesenecker. Im Studium und in der Ausbildung werde den Ärzten noch viel zu wenig Anleitung gegeben, dass und vor allem wie Patienten  betreut werden sollten, die „nicht geheilt werden können, sondern sterben werden“.

Das führe letztlich dazu, dass auch heute noch Patienten im Krankenhaus mit Symp­tomen (Angst, Stress, Schmerzen, Atemnot) versterben, die sie „in der Betreuung einer guten Ärztin nicht haben sollten“. Friesenecker ist seit 15 Jahren Oberärztin an einer chirurgischen Intensivstation in Innsbruck. Als Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesie, und stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Ethik der ÖGARI leistet sie seit vielen Jahren Aufklärungsarbeit zum Thema ärztliche Betreuung Sterbender. Gerne auch vor den ganz jungen Kollegen, wie beim Turnusärztekongress in Feldkirch. Sie ist überzeugt, wenn sich Ärzte mit den ethischen Leitgedanken rund um die Betreuung von schwerstkranken Patienten am Lebensende auseinandersetzen, fallen ihnen Entscheidungen, die am Lebensende zu treffen sind, nicht mehr so schwer.

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