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Dr. Pichlbauer: „Stimmlose Spitalsärzte“

Foto: Privat

In den Wien-eigenen Spitälern hat eine Urabstimmung über einen Pakt, ausverhandelt zwischen Wien, Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) und Ärztekammer, stattgefunden. Bei einer Beteiligung von 75 Prozent stimmten 90 Prozent gegen den Pakt. Beeindruckend! Doch was passiert? Nun, der Verhandlungsprozess lief wie üblich intransparent und bis jetzt weiß niemand genau, was drinnen steht. So wird behauptet, Wien nähme 25 Mio. Euro frisches Geld in die Hand. Aber es sollen auch 382 Ärzte (etwa zwölf Prozent) bis 2018 abgebaut werden.

Diese Ärzte kosten den Arbeitgeber etwa 38 Mio. Wird also wirklich frisches Geld fließen, oder gehören diese 38 eingesparten Mio. zu den, ebenfalls kolportierten, 47 Mio, die „umgeschichtet“ werden sollen? Wer weiß? Ob trotz Personalabbau zusätzliches Geld ausgegeben wurde, werden die Zahlen zeigen – 2020! Es gehört eine große Portion Vertrauen in die Verhandler, um so einem Pakt HEUTE zuzustimmen. Und das ist der Knackpunkt. Wenn knapp 90 Prozent gegen dieses Paket stimmen, dann vertrauen sie den Verhandlern eben nicht. An der Basis wird statt einer Spitalsreform ein Sparpaket mit enormer Arbeitsverdichtung befürchtet – wohl nicht ganz zu Unrecht.

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