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Wenn Patienten kratzen, beißen, treten

WIEN – Ärzte und Pfegekräfte müssen es nicht einfach hinnehmen, wenn sie der einen oder anderen Form von Gewalt durch Patienten oder deren Angehörige ausgesetzt sind. Sie tun das aber oft. Die Plattform Patientensicherheit nahm sich des Themas an und setzte erste Sofortmaßnahmen.

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Mitarbeiter des Gesundheitswesens sind immer wieder mit Aggressionen von Patienten und Angehörigen konfrontiert. Wer sich darauf vorbereitet, reagiert besser.

Es ist ein Problem, das nicht nur mehr in Notaufnahmen oder im Zusammenhang mit psychischen Patienten auftritt. Fünf Prozent aller Mitarbeitenden in Gesundheitsberufen sind laut EU-Angaben von Gewalt durch Patienten oder deren Angehörige betroffen. Dazu zählen beispielsweise verbale Attacken, Kratzen, Beißen oder Treten. Alarmierend sei auch, hieß es kürzlich auf dem Bildungstag der Österreichischen Plattform für Patientensicherheit (ANetPAS), dass die Betroffenen häufig glauben, das Risiko von Gewalt gehöre quasi zum Job.

Natürlich befänden sich Patienten oder Angehörige im Krankenhaus- Umfeld fast immer in einer emotionalen Ausnahmesitutation, analysieren ANetPAS-Geschäftsführerin Dr. Maria Kletečka-Pulker und Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV). Missverständnisse seien vorprogrammiert und würden nicht selten zu Gewalt führen, „wenn Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit auf scheinbar mangelnde Fürsorge und Hilfsbereitschaft aufseiten der Gesundheitsdienstleister treffen“. Dazu käme die angespannte Situation in den Spitälern durch Zeitdruck und Arbeitsüberlastung.

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