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Prof. Peter Lechleitners Patienten-Leitfaden für den Medizin-Dschungel

LIENZ – Der Lienzer Internist und Primararzt Univ.-Prof. Dr. Peter Lechleitner hat unter dem Titel „Götter in Weiß“ ein mit vielen Praxisbeispielen unterlegtes, gut lesbar geschriebenes Buch herausgegeben. Patienten werden dazu angeregt, ihre Ärzte und deren Entscheidungen zu hinterfragen. Für Kollegen und Politik gibt es spannenden Diskussionsstoff zur Zukunft der Medizin.

MT: Sie schreiben im Prolog ihres Buches, es seien schon zehntausende Medizinbücher geschrieben worden – wieso haben Sie noch eines hinzugefügt?
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Primararzt Prof. Peter Lechleitner hat viele Tipps für Patienten und Ärzte.

Prof. Peter Lechleitner: Es gibt viele Medizinbücher, die Patienten erklären, wie sie sich verhalten sollen und wie gefährlich bestimmte Risikokonstellationen sind. Aber relativ wenige Bücher gehen auf die Interaktion Arzt−Patient ein: Wie kann der Patient am ehesten seinen Arzt verstehen und wie kann er mit dem Arzt umgehen, dass er für sich das Beste herausholt. Es ist ein Führer durch den Dschungel der Medizin geworden, und ich stütze mich dabei auf viele Geschichten, die sich tatsächlich abgespielt haben.

MT: Sie versuchen sich in die Lage des Patienten zu versetzen, warum?

Prof. Lechleitner: Es ist ein wichtiger Punkt, den wir Ärzte vielleicht vernachlässigen, uns vorzustellen, wie Patienten bestimmte Situationen empfinden. Meinen Mitarbeitern versuche ich zu erklären, dass ein Patient, der ins Spital kommt, zunächst einmal beeindruckt oder verängstigt ist. Oft machen wir kurze Bemerkungen zu einem Kollegen oder der Schwester am Bettende. Wenn ich den Patienten nicht einbeziehe, ist das für ihn extrem irritierend oder eine schwer bedrohliche Situation, obwohl ich das gar nicht so gemeint habe. Die Kommunikation ist das mächtigste Mittel der Ärzte, daran müssen wir arbeiten. Unsere Worte bewirken extrem viel, negativ und positiv. Ich habe mich immer wieder mit Patienten unterhalten, wie Gesprächssituation auf sie gewirkt haben. Die Antworten haben mir geholfen, die Seite der Patienten so gut es geht zu verstehen. Patienten wollen oft andere Dinge wissen, als wir ihnen sagen.

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