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Medizin für „schwimmende Kleinstädte“

LINZ – Kreuzfahrten weisen seit Jahren zweistellige Zuwachsraten auf – eine Trendwende ist nicht in Sicht. Was in der reisemedizinischen Beratung von „Kreuzfahrern“ wichtig ist, damit sie den Traum auf hoher See genießen können, wurde auf der 19. Linzer Reisemedizinischen Tagung besprochen.

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Vor einer Reise auf einem Kreuzfahrtschiff sollte die Grundimmunisierung überprüft und, wenn nötig, aufgefrischt werden.

„Das Geschäft boomt“, berichtet Prof. Dr. Tomas Jelinek, Medizinischer Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin (BCRT) und wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin in Düsseldorf (CRM). Während 2010 laut dem Deutschem Reiseverband rund 1,2 Mio. Urlauber eine Kreuzfahrt buchten, waren es 2012 bereits 1,5 Mio., das ist eine Steigerung um ein Viertel. Teilweise sind die Schiffe größer als der Hafen, in dem sie anlegen. Solche Gigaliner beherbergen mitunter 6000 Passagiere plus die Crew mit 2000 Personen.

Was ist nun für die reisemedizinische Beratung zu beachten? Zunächst rückt der Reisemediziner das Vorurteil etwas zurecht, der typische Kreuzfahrtreisende wäre älter und chronisch krank. Nach deutschen Zahlen seien lediglich 35 Prozent über 55 Jahre alt. „Allerdings haben wir es in Deutschland genauso wie in Österreich mit einer älter werdenden Population zu tun, die finanziell durchaus gutgestellt ist und gerne reist“, räumt Prof. Jelinek ein, und natürlich die eine oder andere Krankheit in die Beratung mitbringe.

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