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Für traumatisierte Flüchtlinge fehlt Therapie

Parallel zu den Flüchtlingszahlen steigt auch die Zahl der Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Ressourcen der Therapie-Einrichtungen stagnieren aber. Die Experten warnen vor den Spätfolgen unbehandelter Traumata.

Erhalten traumatisierte Flüchtlinge rasch Therapie, können Chronifizierungen verhindert werden, deren Spätfolgen nicht abschätzbar sind.
Erhalten traumatisierte Flüchtlinge rasch Therapie, können Chronifizierungen verhindert werden, deren Spätfolgen nicht abschätzbar sind.

„Es war schon vorher eine Mangelversorgung, aber jetzt sind wir ganz, ganz weit hinten“, sagt Mag. Heinz Fronek, Fachbereichsleiter für Psychotherapie und Gesundheit im Diakonie Flüchtlingsdienst. Von einer „völligen Katastrophe“ spricht Dr. Cecila Heiss, Klinische Psychologin und Geschäftsführerin des Vereins Hemayat – Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende in Wien. „Wir haben über 300 Leute auf der Warteliste. Es ist ein Wahnsinn, schwer traumatisierten Menschen, die sich in einer akuten Krise an uns wenden, zu sagen, sie bekommen in eineinhalb Jahren einen Therapieplatz“, ergänzt Heiss.

Die Zuspitzung in der Versorgung kontrastiert scharf mit einer Erfolgsgeschichte. Denn im Laufe der letzten 20 Jahre ist es gelungen, für Österreich ein flächendeckendes Angebot an Einrichtungen zu schaffen, die sich auf die psychotherapeutische Bewältigung der Gewalttraumata von Flüchtlingen spezialisiert haben. Die letzte geografische Lücke konnte heuer in Vorarlberg geschlossen werden.

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