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Alterspsychiatrie muss ganzheitlich sein

GRAZ – Angesichts einer Vielzahl somatischer Herausforderungen werden psychiatrische Erkrankungen alter Menschen häufig vernachlässigt. Die veränderte Krankheitssymptomatik, mangelndes Problembewusstsein, fehlendes Fachwissen und Schwierigkeiten bei der Behandlung tragen dazu bei, dass vielen älteren Patienten notwendige Therapien vorenthalten werden.

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Die differenzialdiagnostische Abgrenzung einer Depression im Alter kann mitunter eine Herausforderung darstellen.

Psychische Störungen alter Menschen sind oft Leiden, die die Patienten schon einen Großteil ihres Lebens begleitet haben. Nicht selten ändert sich dabei im Alter aber die Symptomatik. Daneben gibt es jedoch auch psychiatrische Erkrankungen, die erst in höherem Lebensalter auftreten, allen voran die große Gruppe der Demenzerkrankungen.

„Andere Beispiele sind die Lateonset-Schizophrenie, die vor allem Frauen im Alter von 45 bis 55 betrifft, oder Late-onset-Suchterkrankungen“, berichtet Prim. Dr. Christian Jagsch, Leiter der Abteilung für Alterspsychiatrie und Alterspsychotherapie an der Landesnervenklinik Sigmund Freud, Graz. „So können etwa über 60-jährige Patienten bei Einsamkeit, schwerer Erkrankung oder nach Partnerverlust noch eine Late-onset-Alkoholabhängigkeit entwickeln.“ Ein zunehmendes Problem ist auch die Benzodiazepinabhängigkeit bei älteren Menschen.

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