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Mondphasen beeinflussen den Schlaf keineswegs

Münchner Wissenschaftler konnten keinen Zusammenhang zwischen dem Schlafverhalten von Menschen und den Mondphase belegen.

Foto: BilderBox
Cajochen et al. präsentierten kürzlich faszinierende Daten
über die Auswirkungen des Mondzyklus auf den menschlichen Schlaf.
Doch in einer Re-Analyse von Schlaf-EEG-Daten in drei große Proben
konnten deren Ergebnisse nicht repliziert werden.
Die Max-Planck-Forscher stießen auch auf meist unveröffentlichte Erkenntnisse,
die keinen Einfluss des Mondes auf den Schlaf feststellen konnten.
Die widersprüchlichen Resultate werten sie als Beispiel für eine Publikationsbias.

Über den Einfluss des Mondes auf den Menschen wird schon seit Jahrhunderten spekuliert. So wird immer wieder behauptet, dass eine Vollmondnacht den Schlaf rauben kann. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München konnten nun – im Gegensatz zu früheren Studien – keinen Zusammenhang zwischen den Mondphasen und dem menschlichen Schlaf finden.

Für die im Fachjournal "Current Biology" präsentierte Untersuchung wurden große, bereits vorhandene Datensätze über den Schlaf zahlreicher Probanden ausgewertet. Dabei stießen die Forscher auf weitere – allerdings unveröffentlichte – Studienergebnisse, die ebenfalls keinen Einfluss des Mondes feststellen konnten. Studien mit positivem Befund sind den Wissenschaftlern zufolge bislang in der wissenschaftlichen Literatur überrepräsentiert, da solche mit gegenteiligen Ergebnissen oft nicht publiziert wurden.

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