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apo@school: Von der Tara in die Schule

APO@SCHOOL - Seit 2016 bringen sechs Wiener Apothekerinnen Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit näher – und zwar direkt in der Schule. (Pharmaceutical Tribune 09/2017)

Stadtschulratspräsident Mag. Heinrich Himmer mit den Initiatoren Mag. Andrea Vlasek und Mag. Viktor Hafner und den Schulapothekerinnen Mag. Karoline Sindelar (li) und Mag. Ruth Kieweler.
Stadtschulratspräsident Mag. Heinrich Himmer mit den Initiatoren Mag. Andrea Vlasek und Mag. Viktor Hafner und den Schulapothekerinnen Mag. Karoline Sindelar (li) und Mag. Ruth Kieweler.

Das Gesundheitsbewusstsein von zehn- bis 14-jährigen Schülern zu stärken und frühzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten zu lernen. Das ist die Mission des Projekts apo@school, das von der Österreichischen Apothekerkammer im Herbst 2016 ins Leben gerufen wurde. Vorreiter ist Wien. Seit Start haben in der Bundeshauptstadt sechs sogenannte Schulapothekerinnen an 29 Schulen in 57 Klassen insgesamt 109 Schulstunden gestaltet. „Mir ist aufgefallen, dass Kinder, die zu uns in die Apotheke kommen, sehr interessiert sind und oft noch mehr erfahren wollen“, so die Wiener Apothekerin Mag. Ruth Kieweler. „Dieses Projekt ist eine gute Möglichkeit, den Schülern das Wissen noch näher zu bringen, und das im Klassenverband unter Gleichgesinnten“, sagt Kieweler, die wie alle Schulapothekerinnen ehrenamtlich – lediglich gegen eine Aufwandsentschädigung der Landesgeschäftsstelle Wien – in den Schulen unterwegs ist.

Individueller Unterricht

Im Vorfeld wurden von der Apothekerkammer Unterrichtsmaterialen ausgearbeitet, die vom Wiener Stadtschulrat nach pädagogischen und psychologischen Kriterien geprüft wurden. „Diese können unsere Schulapotheker für zielgerechte Vorträge in Kombination mit praxisorientierten Workshops verwenden“, so Mag. pharm. Andrea Vlasek, Präsidentin der Apothekerkammer Wien. Die Unterrichtsstunde selbst wird in enger Zusammenarbeit mit den Lehrern und unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Klassengemeinschaft gestaltet.

Positive Resonanz

„Schwerpunkte setzen wir darüber hinaus auf Spezialthemen wie ,Schlankmacher‘, ,Glücklichmacher‘, ,Muntermacher‘ oder ,Muskelmacher‘“, so Mag. Viktor Hafner, Mit-Initiator und Vizepräsident der Apothekerkammer Wien. Schließlich fangen die Schüler gerade im Alter von zehn bis 14 Jahren an, sich mit ihrem Körper auseinanderzusetzen. Umso wichtiger sei es, ihnen ein gesundes Körperbewusstsein sowie einen richtigen Umgang mit Medikamenten mitzugeben. Volle Unterstützung hat das Projekt durch den Stadtschulrat Wien, betont Stadtschulratspräsident Mag. Heinrich Himmer: „Ich freue mich sehr, dass mit apo@school das gemeinsame Ziel erreicht wird, eine gesunde Schulumgebung zu schaffen und vor allem gesunde Schülerinnen und Schüler, die Bescheid wissen über den eigenen Körper, über Medizin und darüber, was möglich, aber auch, was nicht möglich ist, wenn man fit bleiben möchte.“ Auch von Seiten der Schulen gibt es positive Resonanz: Der Projektunterricht sei anschaulich, durch die Integration von Mitmachelementen sehr praxisbezogen und didaktisch hervorragend. Weiterer Anreiz für Schulen: Das Projekt wird ausschließlich von der Österreichischen Apothekerkammer finanziert. Interessierte Schulen brauchen sich lediglich bei der Apothekerkammer in ihrem Bundesland anzumelden.

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