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Der Raubritter ÖGK

Getragen von einer eigenartigen, fast nationalistischen Einstellung teilen Kassen-Obleute und Ärztekammer-Präsidenten mit, dass der Bund (wer?) uns dreist berauben oder enteignen wird, uns wird es schlecht ergehen wegen:

1. dreistem Rücklagen-Raub:
Es gibt unterschiedliche Rücklagen. Eine ist die gesetzliche Leistungssicherungsrücklage, die in der Höhe eines Monatsumsatzes bar vorhanden sein soll. Das schaffen von neun GKKs gerade einmal vier. Die anderen, sieht man von der KGKK ab, die praktisch pleite ist, schaffen so etwa 60 Prozent der geforderten Höhe. Richtig reich sind OÖGKK und SGKK. Wenn es zur Fusion kommt, muss die ÖGK Leistungssicherungsrücklagen bilden, daher werden die bestehenden bei ihr zusammengefasst – that’s it! Die Rücklagen der vier GKKs, die über den gesetzlich geforderten liegen, bleiben im jeweiligen Bundesland, das autonom darüber verfügen darf, womit die ÖGK von Anfang an etwa 300 Mio. Euro zu wenig Reserven haben wird! Solidarität endet an Landesgrenzen, selbst in einer, die Internationale absingenden, Gewerkschaft.

2. dramatischer Leistungskürzung und Streichung von Kassenärzten durch Vorenthaltung der Beitragseinnahmensteigerung:
Angeblich werden unter dem Titel Hunderte Millionen nach Wien fließen und dort bleiben, weil die Bundesländer nur mehr kriegen, was sie 2017 erhielten. Nun, aktuell werden die steuerbaren Anteile der GKK-Ausgaben über neun, mit Landes-Ärztekammern verhandelte, Honorarkataloge geregelt. Durch die Reform werden diese zu einem zusammengefasst, der dann für alle gilt. Kommt es zu einer Beitragseinnahmensteigerung, was von der Lohnentwicklung abhängt, wird diese natürlich in die Regionen zurückfließen, abhängig davon, wie krank die Bevölkerung ist. Denn: Die Gelder folgen jenen Leistungen (aus dem neuen Honorar-Katalog), die der Patient braucht. Wenn es zu Verschiebungen zwischen Bundesländern kommt, dann derart, dass gesündere und reichere „Bundesländer“ die kränkeren und ärmeren unterstützten – und das bewegt sich, Gott sei Dank, in marginalen Größenordnungen.

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