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Viele Flüchtlinge sind psychisch krank

EU - „Ärzte ohne Grenzen“ rüttelt auf: Die psychische Gesundheit der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln ist dramatisch. MT fragte die EU-Kommission und die Internationale Organisation für Migration nach Lösungsoptionen. (Medical Tribune 43/17)

Die Lebensumstände auf den Inseln lassen manche verzweifeln.
Die Lebensumstände auf den Inseln lassen manche verzweifeln.

Suizidversuche, Selbstverletzungen, psychotische Episoden – davon berichtet die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) in ihrem vor zwei Wochen veröffentlichten Report* über Asylsuchende auf griechischen Inseln. MSF spricht in einer begleitenden Aussendung sogar von einem psychosozialen „Notstand“. Mehr noch: Dafür seien Griechenland und die EU „mitverantwortlich“. Die Lebensumstände auf den griechischen Inseln würden die Flüchtlinge in Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und selbstverletzendes Verhalten treiben, betont Jayne Grimes, Leiter des psychosozialen Programms von MSF auf Samos. „Es ist eine Schande. Jeden Tag behandeln unsere Teams Patienten, die ihnen sagen, dass sie lieber in ihren Heimatländern gestorben wären, als hier gefangen zu sein“, fährt Grimes fort. Im Sommer seien pro Woche sechs bis sieben neue Patienten nach Suizidversuchen, Vorfällen von Selbstverletzung oder psychotischen Episoden mit akutem Behandlungsbedarf in die MSF-Klinik auf Lesbos gekommen – ein Anstieg um 50 Prozent.

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