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Dr. Pichlbauer: Der Karren steckt fest

Ärztekammer und Stadt streiten auf absurd niedrigem Niveau. Auf der einen Seite die Stadt Wien, seit 70 Jahren absolut von der SPÖ regiert. Jeder stadt­eigene oder -nahe Betrieb, jede Partei-Organisation und jedes parteinahe Unternehmen ist straff organisiert, Loyalität wird groß geschrieben – wie man am Fall Rainer sieht.

Der KAV untersteht direkt der Stadtregierung. Es gibt keine Geschäftsführungsebene, die rein sachlich agieren kann/darf. Dazu kommt, dass der KAV mit etwa 80 Prozent Marktanteil dominiert und die Ordensspitäler über den Landesfonds beherrscht. Eine ähnliche „absolutistische“ Situation gibt es nur in Niederösterreich, dort aber erst seit 2007.

Pointiert ausgedrückt: Wenn der Wiener Bürgermeister morgens meint, der Himmel ist grün, wird bereits gegen Mittag jeder Straßenbahnfahrer, Plakatkleber und OP-Gehilfe die Meinung vertreten: „Stimmt, heute wirkt der Himmel grünlich.“ Darauf kann sich die SPÖ nicht nur verlassen, sie hat sich auch daran gewöhnt. Wenn oben etwas beschlossen wird, ziehen alle mit. Und auf der anderen Seite steht die Ärztekammer. Sie hat sich Jahrzehnte nicht für Spitalsärzte interessiert und wurde erst vor Kurzem in die Rolle der Vertreter der Spitals­ärzte gedrängt, die bis dato von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten wahrgenommen wurde.

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