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Retschitzegger: Höchste Zeit

Vor mehr als einem Jahr wurde die Parlamentarische Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ ins Leben gerufen. Mehr als sechs Monate ist es her, dass die Kommission ihre Ergebnisse vorlegte und als 51 Empfehlungen an die österreichische Bundesregierung „übergab“. Und auch wenn in den vergangenen Wochen andere Themen zu Recht sehr im Vordergrund standen, ist es legitim nachzufragen, welche der Empfehlungen bisher umgesetzt wurden.

Der Dachverband Hospiz Österreich forderte in seiner Pressekonferenz Ende September diese Offenlegung ein – und konnte wenig Erfreuliches vonseiten der Politik berichten. So konnte und musste die Präsidentin von Hospiz Österreich, Waltraud Klasnic, wiederholen, dass „Österreich über akkordierte Konzepte zur Hospiz- und Palliativversorgung“ verfüge, aber nach wie vor keine akkordierte Finanzierung vorliegt. So wie die meisten der 51 Empfehlungen ist auch der Punkt 13 (!) bisher leider weder von Glück noch von Erfolg  gekrönt. Hier wird die Einsetzung einer „österreichweiten unabhängigen Hospiz-/PalliativkoordinatorIn bis 30.9.2015“ gefordert. Abgesehen davon, dass zum Stichtag keinerlei Nennung erfolgt ist, sind auch in einschlägigen fachlichen Kreisen keinerlei konkrete Personen genannt bzw. ausfindig gemacht worden. Insofern ist in diesem immens wichtigen Punkt eine „politische Ernennung“ zu befürchten anstelle einer Besetzung nach Sachkenntnis und fachlichen Kriterien.

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