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Extremistische Tendenzen erkennen

ZUM THEMA - Jihadistischer Extremismus macht auch vor Jugendlichen in Österreich nicht halt. MT fragte den Soziologen und Integrationsexperten Kenan Güngör, wie Schulärzte in Verdachtsmomenten reagieren können.

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„Man muss sehr genau hinschauen“, argumentiert Kenan Güngör.

Auch in Österreich wurden und werden junge Menschen, darunter Schüler, von Extremisten für kriegerische Einsätze in Syrien oder im Irak oder für andere Formen der Gewaltausübung angeworben. Kann man sagen, wer „anfällig“ dafür ist?

Güngör: Eine Grundfrage in einer Zeit der allgemeinen Globalisierung und Vernetzung ist: Wer sind wir? Das bezieht sich nicht nur auf Nation, Religion und Islam, sondern auf alles Identitäre. Verschiedene Studien zeigen beispielsweise, dass Jugendliche in Europa, die sich von jihadistischen Bewegungen angesprochen fühlen, jünger sind als Personen aus islamischen Ländern. Während etwa die Jihadisten aus der Türkei oft Familienväter sind, sind es bei uns jüngere Leute, ab 14 Jahre, in einer jugendlichen Sinn- und Ordnungssuche. Sie setzen sich gerade sehr aktiv und leidenschaftlich mit der Welt auseinander, die ihnen anonym, desinteressiert, sinnentleert erscheint.

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