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Niedergestochener Oberarzt: Polizeiliche Risikoanalyse

Nach dem Messerangriff auf einen Wiener Spitalsarzt gab es am Freitag eine Fallkonferenz mit Experten. Im Anschluss gab die Generaldirektorin des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, bekannt, dass eine Risikoanalyse mit Hilfe der Polizei eingeleitet wird. Begonnen wird mit der Prüfung bereits im Sommer. Wann es Ergebnisse geben wird, war noch unklar.

Auf jeden Fall werde nach der Analyse ein Bündel von Maßnahmen beschlossen, sagte Kölldorfer-Leitgeb. Eine dieser Maßnahmen könnte sein, dass die niedergelassenen Mediziner die Krankenhäuser entlasten sollen. Denn was beobachtet wird, ist eine Zunahme von Patienten in den Ambulanzen. „Wir sind mit riesigen Patientenströmen konfrontiert“, sagte Harald Stefan, Bereichsleiter Pflege in der Psychiatrie des Krankenhauses Rudolfstiftung und Gewaltpräventionsexperte.

In den Wiener Spitälern gebe es bereits zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen - Videokameras, Notfallschlösser, Panikknöpfe sowie Trainings und Schulungen von Personal. Diese sollen nun mit den Sicherheitsexperten der Polizei neu bewertet werden. „Wir haben in der nächsten Zeit einiges zu tun, aber wir sind am richtigen Weg“, sagte Brigitte Ettl, Ärztliche Direktorin des Krankenhauses Hietzing.

Bei der Fallkonferenz wurde auch noch einmal die Attacke auf den Kardiologen im Wiener SMZ Süd besprochen. Man kam zu dem Schluss, dass dieser Angriff nicht hätte verhindert werden können. „Die Alarmierung hat perfekt und gut funktioniert“, betonte Kölldorfer-Leitgeb.

Quelle

APAMED vom 19.07.2019

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