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Interaktionsfreudige Calciumkanalblocker

Kalzium

Frau B. nimmt seit vielen Jahren Verapamil ein und verträgt dieses auch gut. Aktuell kommen zwei neue Medikamente dazu – jetzt ist ein Interaktionscheck wichtig. (Pharmaceutical Tribune 09/2018) 

1 MM-Check für Frau B.

Der Wechselwirkungscheck ergibt, dass bei der neuen Medikation von Frau B. ein Interaktionsspotenzial sowohl zwischen Isoptin® und Pradaxa® als auch zwischen Isoptin® und Simvastatin vorliegt:

  • Die Fachinformation von Isoptin ® (Verapamil) weist darauf hin, dass der Calciumkanalblocker einen Inhibitor von CYP 3 A4 und des Effluxtransporters pGp darstellt. Die Blutspiegel von Arzneistoffen, die über diese Enzymsysteme verstoffwechselt werden, können daher durch die parallele Anwendung von Verapamil erhöht werden.
  • Das direkte Antikoagulans Dabigatran (bzw. sein Prodrug Dabigatranetexilat) ist ein Substrat von pGp. In der Kombination mit Verapamil können sich daher erhöhte Dabigatran-Wirkspiegel einstellen:

! Für die Patientin bedeutet dies eine erhöhte Blutungsgefahr. Die Fachinformation von Pradaxa® empfiehlt daher ausdrücklich, bei Patienten, die gleichzeitig Verapamil einnehmen, die Dabigatrandosis stets auf 220 mg täglich zu begrenzen (d.h. 2 x täglich Pradaxa® Hartkps. 110 mg zu verwenden).

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