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Duale Entzündungshemmung

INNSBRUCK - Mithilfe virtueller Screening-Methoden haben Pharmazeuten eine Substanz entdeckt, die gleichzeitig zwei wichtige Targets für Entzündungen hemmt. (Pharmaceutical Tribune 04/2017)

Wirkstoff „I-12“: Die 3D-Struktur im sEH-Pharmakophormodell.
Wirkstoff „I-12“: Die 3D-Struktur im sEH-Pharmakophormodell.

„Auch wenn es bereits zahlreiche Wirkstoffe gegen entzündliche Prozesse für bekannte Zielmoleküle gibt, haben wir in unserem Projekt versucht, Wirkstoffe für neue, bisher weniger bearbeitete Targets zu finden“, sagt Univ.-Prof. Dr. Daniela Schuster, Pharmazeutische Chemikerin am Institut für Pharmazie der Uni Innsbruck.

1. Target: FLAP

Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Jena legte das Innsbrucker Team den Fokus auf das 5-Lipoxygenase-aktivierende Protein (FLAP). Dazu Schuster: „FLAP ist ein Protein, das selbst keine Reaktion katalysiert. Es transportiert allerdings die durch mechanischen oder chemischen Schaden in der Zellmembran freigewordene Arachidonsäure zur 5-Lipoxygenase, die die Entzündungskaskade – u.a. im Zusammenhang mit bronchialem Asthma und Schmerz – in Gang setzt. Wird der Transport der Arachidonsäure durch die Hemmung von FLAP reduziert, können wir auch die entzündlichen Prozesse hemmen.“ Um einen passenden Wirkstoff für das Zielprotein FLAP zu finden, entwickelten das Team um Daniela Schuster ein Computermodell, das durch Strukturabgleich die Substanz mit den besten Bindeeigenschaften finden soll. Insgesamt 20.000 Wirkstoffe wurden abgeglichen, letztlich blieben 20 erfolgversprechende Wirkstoffkandidaten übrig.

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