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Neue Definition des Schlaganfalls

WIEN – Dass die Schlaganfall-Versorgung in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat, dürfte sich bereits herumgesprochen haben. Neu ist, dass nunmehr auch transiente ischämische Attacken als Schlaganfälle gewertet werden, wenn sie in der Bildgebung als Infarkt abgebildet sind. Ein Update anlässlich des Welt-Schlaganfall-Tages 2014.

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In der Versorgung von Schlaganfall-Patienten beträgt die „Door-to-Needle-Time“ in Österreich durchschnittlich 40 Minuten – ein international guter Wert.

Mit der Entwicklung und Anwendung immer sensitiverer bildgebender Verfahren wie der Magnetresonanztomographie gelingt es heute, auch kleinste Infarktschäden im Gehirn zu identifizieren. Dies führte zu einer Neudefinition des Schlaganfalls durch die American Heart Association und die American Stroke Association, wie Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas, Vorstand der Klinischen Abteilung für Neurologie an der Med Uni Graz, berichtete.

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Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas

Nach der neuen Definition ist ein Schlaganfall immer dann zu diagnostizieren, wenn ein Infarkt im Gehirn abgebildet ist – unabhängig von der Dauer der Symptomatik. „Damit erfolgt auch eine Neubewertung der transienten ischämischen Attacke“, erklärte Prof. Fazekas. „Wir können heute bereits von einem Schlaganfall sprechen, wenn bei einem Patienten mit einer TIA ein Infarkt nachgewiesen werden kann.“

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