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Morbus Parkinson: Risikoerkennung durch Kratz- und Riechtest

12.09.2017 – Eines Tages könnte ein einfacher Kratz- und Riechtest in der Lage sein, Menschen mit erhöhtem Risiko für Morbus Parkinson bis zu 10 Jahre vor Diagnosestellung zu identifizieren.

Im Rahmen einer im Journal Neurology veröffentlichten Studie, führten 1.510 weiße und 952 schwarze Menschen mit einem Durchschnittsalter von 75 Jahren, einen sogenannten Kratz- und Riechtest aus und wurden danach durchschnittlich 10 Jahre lang nachbeobachtet.

Im Vergleich zu einer Hazard-Ratio von 1,3 bei Menschen im obersten Terzil für den Geruch betrug die Hazard-Ratio im untersten Terzil 4,8. Dieser Zusammenhang schien bei weißen TeilnehmerInnen stärker ausgeprägt zu sein als bei schwarzen, ebenso stärker bei Männern als bei Frauen.

Jüngste Forschungen zeigten bereits eine Verbindung zwischen dem Geruchssinn und Morbus Parkinson in Asien und bei weißen Menschen auf. Diese Studie untersucht erstmals auch die Verbindung bei schwarzen Menschen.

Laut Studienautor Honglei Chen würde nicht jeder Mensch, der einen niedrigen Score beim Geruchstest erlangt, auch an Morbus Parkinson erkranken. Es brauche noch weitere Untersuchungen, bevor der Test als Screening-Methode in der Allgemeinbevölkerung eingesetzt werden könne.

Quelle: Chen H, Shrestha S, Huang, X et al. Olfaction and incident Parkinson disease in US white and black older adults. Neurology. Published online 2017 September 06. DOI:10.1212/WNL.0000000000004382.

 

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