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Text Messaging verändert Gehirnwellen

Die Auswertung mittels Video-EEG-Monitoring gewonnener Daten von 129 Text-Message-Schreibern ergab, dass sich Gehirnwellen beim Eingeben von Textnachrichten in ein Smartphone verändern.

Das Verfassen von Textnachrichten mit Smartphones triggert eine neue Form des Gehirnrhythmus.
Das Verfassen von Textnachrichten mit
Smartphones triggert eine neue Form
des Gehirnrhythmus.

Über die neurologischen Auswirkungen des Smartphone-Gebrauchs ist bislang wenig bekannt. Um herauszufinden, wie sich das Gehirn während des Tippens von Textnachrichten verhält, analysierten Forscher um William Tatum von der Mayo Clinic in Jacksonville, Florida, die mittels Video-EEG-Monitoring (VEM) gewonnenen Daten von 129 Freiwilligen. Deren Gehirnwellen waren über einen Zeitraum von 16 Monaten mittels EEGs in Kombination mit Videoaufzeichnungen untersucht worden.

Die Auswertung ergab, dass bei etwa einem von fünf Probanden ein einzigartiger "Texting-Rhythmus" während des Smartphone-Gebrauchs auftrat, welcher noch nie zuvor aufgezeichnet worden war. Beim Fingertippen und Telefonieren traten hingegen keine derartigen Gehirnwellen auf. Überraschenderweise kam der besondere Rhythmus auch beim Gebrauch eines iPads zum Vorschein, was an der geringen Bildschirmgröße liegen könnte.

Texting-Rhythmus eines 22-Jährigen, der mit der rechten Hand eine Textnachricht verfasst.
Rhythmus eines 22-Jährigen, der mit der rechten Hand eine Textnachricht verfasst.

 

William O. Tatum, Benedetto DiCiaccio, Kirsten H. Yelvington
Cortical processing during smartphone text messaging
Epilepsy & Behavior 2016 Jun;59:117-21, doi: 10.1016/j.yebeh.2016.03.018, Epub 2016 Apr 30.

Quelle: Elsevier

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