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MGL-Hemmung mindert Neuroinflammation

Grazer Forscher konnten belegen, dass die Hemmung des fettspaltenden Enzymn Monoglyzerid-Lipase in Astrozyten des Gehirns eine nebenwirkungsfreie, antiinflammatorische Wirkung hat.

Foto: iStockphoto, drnn
Neurodegenerative Erkrankungen werden mit Entzündungsprozessen im Gehirn in Zusammenhang gebracht, wobei das fettspaltende Enzym Monoglyzerid-Lipase eine bedeutende Rolle spielt.

 

Forscher an der Karl-Franzens-Universität Graz kooperierten mit Kollegen der Medizinischen Universität Graz, der FH Joanneum, des Academic Medical Center Amsterdam und des Instituts für Diabetes und Adipositas am Helmholtz-Zentrum München bei einem Projekt, das neue Ansätze zur Hemmung von Neuroinflammation liefert. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Journal of Biological Chemistry.

Hemmung der Monoglyzerid-Lipase in Astrozyten hemmt Lipopolysaccharid-induzierte Neuroinflammation

Wird Monoglyzerid-Lipase (MGL) mit Hilfe gentechnischer Methoden in den Astrozyten blockiert, bleibt der Forschergruppe um Gernot Grabner zufolge mehr Arachidonyl-Glyzerol erhalten, wobei dieser Prozess vor Entzündungen schützt, ohne dass Nebenwirkungen, die bei einer MGL-Blockade im gesamten Gehirn entstehen, auftreten.

"Sternzellen sind maßgeblich an der Bereitstellung von Arachidonsäure für Entzündungsprozesse des Gehirns beteiligt." Gernot Grabner

Gernot F. Grabner, Thomas O. Eichmann, Bernhard Wagner, Yuanqing Gao, Aitak Farzi, Ulrike Taschler, Franz P. W. Radner, Martina Schweiger, Achim Lass, Peter Holzer, Erwin Zinser, Matthias H. Tschöp, Chun-Xia Yi, Robert Zimmermann
Deletion of Monoglyceride Lipase in Astrocytes Attenuates Lipopolysaccharide-induced Neuroinflammation
The Journal of Biological Chemistry, Vol. 291, Issue 2, 913-923, January 8, 2016

Quelle: Medizinische Universität Graz

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