Home / Neurologie / Morbus Parkinson: Defekter Dopamin-Abtransport schädigt Nervenzellen

Morbus Parkinson: Defekter Dopamin-Abtransport schädigt Nervenzellen

Eine Studiengruppe am Zentrum für Hirnforschung der MedUni Wien hat Hinweise dafür gesammelt, welcher Mechanismus hinter der Entstehung von Morbus Parkinson stecken könnte. Demnach schädigt ein defekter Abtransport von Dopamin Nervenzellen im Gehirn, hieß es am Montag in einer Aussendung der Universität.

Ein männlicher Parkinson-Patient mit Muskel- bzw. Bewegungsstarre. Urheber: Albert Londe, Lizenz: public domain
Ein männlicher Parkinson-Patient mit Muskel- bzw. Bewegungsstarre.
Urheber: Albert Londe, Lizenz: public domain

Am Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien untersuchte eine Studiengruppe die Funktion einer intrazellulären Dopaminpumpe bei Parkinson-Erkrankten im Vergleich mit einer gesunden Testgruppe. Es stellte sich heraus, dass die Pumpe das Dopamin in den Gehirnzellen bei Parkinson-Erkrankten schlechter abpumpt und einspeichert. Wird Dopamin aber nicht ordnungsgemäß gespeichert, kann es zur Selbstzerstörung der betroffenen Nervenzellen führen. Die Arbeit wurde am 11. Juni im "Journal of Neuroscience" publiziert.

Vor mehr als 50 Jahren entdeckten Prof. Herbert Ehringer und Prof. Oleh Hornykiewicz am Institut für Pharmakologie der Universität Wien, dass Morbus Parkinson durch Dopaminmangel in bestimmten Regionen des Gehirns verursacht wird. Basierend auf dieser Erkenntnis konnte Hornykiewicz die Aminosäure L-DOPA in der Parkinsontherapie etablieren. Dabei wird Dopamin substituiert, die Krankheitssymptome sind dann für Jahre beherrschbar.

Ihre Vorteile auf medONLINE.at

  • Personalisierte Inhalte auf Ihr Profil zugeschnitten
  • DFP Fortbildung: e-Learnings, Literaturstudien & MM-Kurse
  • Aktuelle Fachartikel, State-of-the-Art-Beiträge, Kongressberichte, Experteninterviews

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos & und bleiben Sie top-informiert!

LOGIN

Login

Passwort vergessen?