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Phase III: Neuer Antikörper bei Neuromyelitis optica

Die im Rahmen des ECTRIMS 2018 präsentierte SAkuraSky-Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit einer Anti-IL6-Therapie bei Patienten mit Neuromyelitis optica und fand eine substanzielle Reduktion des Schubrisikos bei Nebenwirkungen auf Placebo-Niveau.

Die Neuromyelitis optica (NMOSD) ist eine schubförmig verlaufende, autoimmun bedingte entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und in den meisten Fällen mit Antikörpern gegen das in Astrozyten exprimierte Protein Aquaporin-4 (AQP4) assoziiert. Die Erkrankung betrifft vor allem den Sehnerv und das Rückenmark und äußert sich zunächst in Sehstörungen auf einem oder beiden Augen. Die Abgrenzung zur Multiplen Sklerose ist anhand der Klinik nicht immer möglich und muss daher u.a. durch Antikörper-Nachweis (AQP4-AK und MOG-AK) erfolgen. Die Abgrenzung zur MS ist wichtig, da die Langzeitbehandlung der Neuromyelitis optica mit immunsuppressiver Medikation erfolgt und die in der MS-Therapie eingesetzten Immunmodulatoren nicht wirksam oder sogar kontraproduktiv sind. Auf Basis der Erkenntnis, dass das proinflammatorische Zytokin Interleukin-6 (IL-6) nicht nur die Antikörperbildung stimuliert, sondern auch die Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke erhöht, sind Anti-IL-6-Therapien für Patienten mit NMOSD zumindest theoretisch von Interesse.

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