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Blasenbeschwerden und MS: Fast jeder Patient ist betroffen

Die große Mehrzahl der MS-Patienten wird irgendwann in Krankheitsverlauf von Blasenproblemen heimgesucht. Diese sind mit medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen behandelbar – vorausgesetzt, sie werden auch erkannt.

„Urologische Probleme bei Multipler Sklerose sind meist nicht lebensbedrohlich. Deshalb werden sie tendenziell negiert. Patienten suchen einerseits keine Hilfe beim Neurologen und haben andererseits oft unrealistische Erwartungen. Ärzte fragen nicht aktiv nach Beschwerden des Urogenitaltrakts und haben oft auch keine wirksame Therapie“, sagt Piet Leopold Eelen, MSc, vom Nationalen Multiple Sklerose Zentrum in Melsbroek, Belgien. Dabei sind urologische Beschwerden bei Multipler Sklerose extrem häufig und stellen bei rund zehn Prozent aller neudiagnostizierten MS-Patienten sogar das initiale Symptom dar. Eelen: „Der Schweregrad dieser Symptome korreliert häufig mit dem Ausmaß der spinalen Beteiligung.“ Irgendwann im Krankheitsverlauf sind 80 bis 100 Prozent der MS-Patienten betroffen. Laut Eelen empfinden rund 70 Prozent der Patienten diese Beschwerden als moderat bis stark belastend: „Wenn wir die Belastung durch die MS analysieren, so gehören Blasen- und Darmprobleme nach Fatigue und eingeschränkter Mobilität zu den für die Betroffenen unangenehmsten Symptomen. Das trifft in noch stärkerem Maß bei primär progredienter MS zu.“

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