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Fußball: Risiko fürs Gehirn?

Nicht nur aus spieltaktischen Gründen bedeutet vermutlich jeder Kopfball für den Fußballer eine Kosten-Nutzen-Abwägung. (CliniCum neuropsy 3/18) 

Ob als Hochleistungs- oder Freizeitsport betrieben: Fußball zu spielen birgt stets das Risiko für Sportverletzungen, wobei nicht nur Knie oder Knöchel der Spieler Blessuren erleiden, sondern auch Kopf und Gehirn. Zumindest im Profifußball dürfte dieses Risiko in den letzten Jahren deutlich gestiegen sein: So berichtet etwa die deutsche Verwaltungs- Berufsgenossenschaft (VBG) als größter Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in ihrem Sportreport 2016, dass in der ersten und zweiten Liga bis zu zehn Prozent der Verletzungen den Kopf der Spieler betreffen; gleiches gilt auch im Handball, im Profieishockey ist sogar jede fünfte Verletzung eine Kopfverletzung. Die Statistik der österreichischen Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) weist für Fußball sogar im Schulsport ähnliche Häufigkeiten auf: Unter 1.300 an den AUVA-Häusern behandelten Verletzungen nach Fußballspielen entfielen 120 (9,14%) auf Kopfverletzungen, wobei nach oberflächlichen Wunden Gehirnerschütterungen die zweithäufigste Diagnose darstellen. Bei Profisportlern aus allen Sportarten betrafen im Vorjahr 98 von insgesamt 655 Verletzungen (rund 15%) den Kopfbereich, wobei hier sogar Frakturen die zweithäufigste Diagnose sind.

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