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Genau schauen bei Cumarin-Therapie

Herr O. ist ein „Marcoumar®-Patient“. Hier ist Aufmerksamkeit gefordert, denn das Interaktionspotenzial der Vitamin-K-Antagonisten ist beträchtlich, auch in der Selbstmedikation. (Pharmaceutical Tribune 11/2018) 

1 MM-Check für Herrn O.

Der Interaktionscheck von Augmentin ® mit der Dauermedikation weist auf eine potenzielle Wechselwirkung von Augmentin® (Amoxicillin/Clavulansäure) mit Marcoumar® (Phenprocoumon) hin: Laut Fachinfomation von Marcoumar ® kann das Antibiotikum die antikoagulatorische Wirkung von Phenprocoumon potenzieren und so zu einer unerwünschten Erhöhung des INR-Werts führen. Die Gefahr unerwünschter Blutungen kann unter dieser Kombination auf das Doppelte ansteigen.

  • Konsequenz: Der INR-Wert sollte unter der antibiotischen Therapie engmaschig kontrolliert werden, insbesondere zu Beginn und nach Beendigung der Antibiose.
  • Dem Kunden sollte geraten werden, die Gerinnungskontrolle am nächsten Tag zuverlässig einzuhalten und dort von der Verschreibung des Zahnarztes zu berichten.

Auch die Einnahme eines NSAR kann die gerinnungshemmende Wirkung von Phenprocoumon verstärken und die Gefahr von Blutungen erhöhen. Als ideales Schmerzmittel für Marcoumar®-Anwender im Selbstmedikationsbereich gilt Paracetamol. Allerdings sind auch hier bei höheren Dosen und längerer Anwendung INR-Veränderungen nicht ausgeschlossen.

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